Offliner sind Menschen, die noch nie in ihrem Leben das Internet genutzt haben.
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes hatten im Jahr 2025 in Deutschland gut drei Prozent der Menschen im Alter zwischen 16 und 74 Jahren keinen Zugang zum Internet oder benutzten diesen nicht. Erwartungsgemäß war der Anteil derer, die das Internet noch nie genutzt haben, in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen mit rund zehn Prozent am größten. [1]
Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Besonders Senioren verzichten häufig auf die Internetnutzung, weil sie den Umgang mit digitalen Geräten nie erlernt haben oder keinen persönlichen Nutzen erkennen. Andere verfügen nicht über die notwendige technische Ausstattung oder können sich die Kosten für Geräte und Internetanschlüsse nur schwer leisten. Hinzu kommen Menschen, die aus Datenschutz- oder Sicherheitsbedenken bewusst auf das Internet verzichten.
Die zunehmende Digitalisierung bringt für Offliner erhebliche Herausforderungen mit sich. Viele Dienstleistungen werden inzwischen überwiegend oder ausschließlich online angeboten. So ist ohne Internetzugang eine Adressänderung beim Stromanbieter oder die Terminvereinbarungen bei Behörden oder beim Arzt oft kaum noch möglich. Wird ein Paket an eine Packstation zugestellt, macht Deutsche Post DHL oft den Einsatz eines Smartphones für das Öffnen der Packstationen erforderlich. Auch Rabattcodes im Einzelhandel gibt es zunehmend nur noch in digitaler Form.
Der Digitalzwang in einer zunehmend digitalisierten Welt, erschwert den Menschen ohne Internetzugang die Teilhabe an der Gesellschaft. Um die digitale Teilhabe für alle zu ermöglichen, bieten Volkshochschulen, Bibliotheken und andere Bildungseinrichtungen oft Schulungen an, um digitale Kompetenzen zu vermitteln. Darüber hinaus stellen öffentliche Einrichtungen häufig auch kostenfreie Internetzugänge und Unterstützung bei digitalen Verwaltungsdiensten bereit.
Dennoch kann oder möchte nicht jeder Mensch digitale Angebote nutzen. Eine inklusive Gesellschaft sollte daher sowohl digitale als auch nicht-digitale Zugangswege zu Informationen und Dienstleistungen gewährleisten.
Offliner bilden heute zwar nur noch einen kleinen Teil der Bevölkerung in Deutschland, ihre Situation zeigt jedoch, dass Digitalisierung nicht allein eine technische, sondern auch eine soziale Herausforderung ist. Der Zugang zu digitalen Angeboten sowie die Fähigkeit, sie sicher zu nutzen, sind wichtige Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe geworden. Trotz des allgemeinen Trends zur Digitalisierung bleibt es wichtig, analoge Alternativen anzubieten.
Stand: Juli 2026
[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2026/PD26_09_p002.html
Tags:Smartphone Apps Registrierung Login Account Konto Deutsche Post DHL Packstation Deutsche Bahn DB Navigator Doctolib Verbraucherzentrale Otto-Versand Obi Ikea Rewe Prospekte digitale Teilhabe Senioren Boomer anaog Digitale Teilhabe
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes hatten im Jahr 2025 in Deutschland gut drei Prozent der Menschen im Alter zwischen 16 und 74 Jahren keinen Zugang zum Internet oder benutzten diesen nicht. Erwartungsgemäß war der Anteil derer, die das Internet noch nie genutzt haben, in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen mit rund zehn Prozent am größten. [1]
Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Besonders Senioren verzichten häufig auf die Internetnutzung, weil sie den Umgang mit digitalen Geräten nie erlernt haben oder keinen persönlichen Nutzen erkennen. Andere verfügen nicht über die notwendige technische Ausstattung oder können sich die Kosten für Geräte und Internetanschlüsse nur schwer leisten. Hinzu kommen Menschen, die aus Datenschutz- oder Sicherheitsbedenken bewusst auf das Internet verzichten.
Die zunehmende Digitalisierung bringt für Offliner erhebliche Herausforderungen mit sich. Viele Dienstleistungen werden inzwischen überwiegend oder ausschließlich online angeboten. So ist ohne Internetzugang eine Adressänderung beim Stromanbieter oder die Terminvereinbarungen bei Behörden oder beim Arzt oft kaum noch möglich. Wird ein Paket an eine Packstation zugestellt, macht Deutsche Post DHL oft den Einsatz eines Smartphones für das Öffnen der Packstationen erforderlich. Auch Rabattcodes im Einzelhandel gibt es zunehmend nur noch in digitaler Form.
Der Digitalzwang in einer zunehmend digitalisierten Welt, erschwert den Menschen ohne Internetzugang die Teilhabe an der Gesellschaft. Um die digitale Teilhabe für alle zu ermöglichen, bieten Volkshochschulen, Bibliotheken und andere Bildungseinrichtungen oft Schulungen an, um digitale Kompetenzen zu vermitteln. Darüber hinaus stellen öffentliche Einrichtungen häufig auch kostenfreie Internetzugänge und Unterstützung bei digitalen Verwaltungsdiensten bereit.
Dennoch kann oder möchte nicht jeder Mensch digitale Angebote nutzen. Eine inklusive Gesellschaft sollte daher sowohl digitale als auch nicht-digitale Zugangswege zu Informationen und Dienstleistungen gewährleisten.
Offliner bilden heute zwar nur noch einen kleinen Teil der Bevölkerung in Deutschland, ihre Situation zeigt jedoch, dass Digitalisierung nicht allein eine technische, sondern auch eine soziale Herausforderung ist. Der Zugang zu digitalen Angeboten sowie die Fähigkeit, sie sicher zu nutzen, sind wichtige Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe geworden. Trotz des allgemeinen Trends zur Digitalisierung bleibt es wichtig, analoge Alternativen anzubieten.
Stand: Juli 2026
[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2026/PD26_09_p002.html
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