Seit einigen Jahren erleben als Adipositas Medikamente eingesetzte Arzneimittel mit Wirkstoff Semaglutid auch in Deutschland einen beispiellosen Boom. Ursprünglich für die Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt, werden GLP-1-Agonisten wie Ozempic oder Wegovy mittlerweile von vielen Menschen als Mittel zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Die Medikamente wirken, indem sie das im Darm freigesetzte Hormon GLP-1 imitieren. Die Präparate verlängern die Verweildauer der Nahrung im Verdauungstrakt und erhöhen so das Sättigungsgefühl. Die Reduzierung des Hungergefühls führt beim Anwender dann zu einer bewussteren Nahrungsaufnahme.
Neben der allgemeinen Kalorienreduktion verändert sich auch das Essverhalten: Anwender greifen seltener zu stark verarbeiteten Lebensmitteln, zuckerhaltigen Getränken oder Weißmehlprodukten und bevorzugen Obst, Blattgemüse und Wasser. Allerdings ist diese Veränderung oft eine bewusste Entscheidung, da das Verlangen nach kalorienreichen Lebensmitteln weiterhin bestehen bleibt.
In den STEP-Studien verloren Patienten mit einer wöchentlichen Dosis von 2,4 mg Semaglutid über 68 Wochen durchschnittlich ca. 15 Prozent ihres Körpergewichts. Die Placebogruppen hingegen nur 2 bis 6 Prozent. Erzielt wurden diese Ergebnisse bei Patienten mit einem Body-Mass-Index von mindestens 27 und mit begleitenden Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, Diabetes). Semaglutid verbesserte dabei neben der Gewichtsabnahme auch kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Blutdruck, Blutzucker und Lipidwerte, was das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um 13–15 Prozent senkte. [1] [2]
Die Anwendung von Abnehmspritzen ist jedoch nicht frei von Nebenwirkungen. Häufig treten Verdauungsstörungen auf, darunter Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung. Diese Symptome sind besonders zu Beginn der Anwendung ausgeprägt, lassen aber mit der Zeit meist nach. Langfristig kann die reduzierte Nahrungsaufnahme allerdings zu Mangelernährung führen, insbesondere in Bezug auf die Versorgung mit essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen. Da die Medikamente den Appetit dämpfen, können Anwender unbewusst insgesamt weniger nährstoffreiche Lebensmittel zu sich nehmen, was langfristige Gesundheitsprobleme wie Vitaminmangel oder geschwächte Knochenstruktur zur Folge haben könnte. In Studien zeigten 12 Prozent der Anwender nach einem Jahr Anzeichen von Vitamin-B12- oder Eisenmangel. [2]
Ein besonders besorgniserregender Aspekt sind hingegen die beobachteten psychologischen Nebenwirkungen. Berichte deuten darauf hin, dass einige Anwender von GLP-1-Medikamenten plötzlich mit suizidalen Gedanken oder Depressionen konfrontiert werden. [3]
Die Kosten für die Behandlung mit Semaglutidpräparaten variieren stark je nach Region, stellen allgemein aber insbesondere bei einer langfristigen Anwendung eine erhebliche finanzielle Belastung dar. In den USA werden Listenpreise im vierstelligen Bereich genannt, was die Therapie für viele unbezahlbar macht. In Dänemark hingegen liegt der Preis für eine Adipositas-Behandlung mit Semaglutid zwischen 180 und 320 Euro pro Monat. Krankenkassen übernehmen die Kosten oft nur bei medizinischer Notwendigkeit, also etwa bei Adipositas mit bereits bestehenden Begleiterkrankungen, nicht aber bei rein kosmetischen Anwendungen.
Die wachsende Popularität von Mitteln wie Ozempic hat in der Vergangenheit bereits zu erheblichen Lieferengpässen geführt, was insbesondere Diabetiker vor große Probleme stellen kann. Die zweckentfremdete Nutzung der Diabetes Medikamente als Abnehmhilfe führt dazu, dass Patienten, die auf Ozempic angewiesen sind, um ihren Blutzucker zu kontrollieren, mitunter Schwierigkeiten haben, das für sie notwendige Medikament zu beschaffen. So machte Ende des Jahres 2023 der niederländische Moderator Harry Wijnvoord in einer Diskussion der Fernsehsendung Stern TV der Influencerin Pia Wagner schwere Vorwürfe. "Weil Leute wie sie das Produkt vom Markt wegkaufen, haben Diabetiker wie ich und viele andere kein Produkt." [4]
Die immense Nachfrage nach Medikamente wie Ozempic und Wegovy hat zudem einen Schwarzmarkt für gefälschte Medikamente geschaffen. Medienberichte warnen vor gefälschten Ozempic Präparaten, die gesundheitsschädliche Substanzen enthalten können. Diese Fälschungen bergen erhebliche Risiken, da sie nicht die Qualitätskontrollen der Originalmedikamente durchlaufen. Es wurden Fälle dokumentiert, in denen Patienten nach der Anwendung gefälschter Präparate ernsthafte gesundheitliche Probleme erlitten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und nationale Behörden haben Warnungen herausgegeben, um Verbraucher zu sensibilisieren.
Ein zentrales Problem der Gewichtsreduzierung mittels Medikamenten wie Ozempic ist der sogenannte Rebound-Effekt. Studien zeigen, dass eine Therapiepause von bis zu acht Wochen den Erfolg der Gewichtsabnahme nicht wesentlich beeinträchtigt. Viele Anwender berichten jedoch von einer erneuten Gewichtszunahme nach endgültiger Beendigung der Therapie, da die Appetitdämpfung wegfällt und alte Essgewohnheiten zurückkehren. Das Medikament erleichtert die Gewichtsabnahme, indem es den Appetit reduziert und die Motivation durch schnelle Erfolge steigert, aber für den langfristigen Erfolg ist eine Änderung des Lebensstils notwendig. Die STEP-Studien zeigen, dass Patienten mit begleitender Ernährungsberatung (z. B. 1.500–1.800 kcal/Tag, reich an Gemüse und Protein) und Bewegung (150–300 Minuten/Woche) nach zwei Jahren 10–12 Prozent ihres Gewichts halten konnten, gegenüber nur 3–5 Prozent ohne Begleitmaßnahmen. Nach dem Absetzen des Medikaments ist die Kontrolle der Portionsgrößen und die Beibehaltung gesunder Essgewohnheiten entscheidend, um den Rebound-Effekt zu vermeiden.
Ein unerwarteter Nebeneffekt der Abnehmspritzen ist ihre Wirkung auf die Fruchtbarkeit. Frauen, die Semaglutid einnehmen, berichten von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden – sei es gewollt oder ungewollt. Eine Schwangerschaft während der Einnahme des Medikamentes birgt allerdings Risiken, da die Sicherheit von GLP-1-Medikamenten während der Schwangerschaft noch nicht ausreichend erforscht ist. Experten warnen davor, die Medikamente während der Schwangerschaft weiter einzunehmen, da potenzielle Auswirkungen auf das ungeborene Kind aktuell noch vollkommen unklar sind. [5]
Die weite Verbreitung der zweckentfremdeten Diabetesmedikamente und die damit einhergehende Veränderung des Essverhaltens einer nicht unerheblichen Anzahl von Konsumenten hat mittlerweile Folgen für die Lebensmittelindustrie. Anwender von Wegovy und Co reduzieren den Konsum von Fast Food, zuckerhaltigen Getränken und stark verarbeiteten Lebensmitteln, was Betreiber von Fast Food Restaurants oder Hersteller von Snacks zunehmend vor Herausforderungen stellt. Konzerne wie Nestlé reagieren, indem sie spezielle Lebensmittel für diese Zielgruppe entwickeln. Die neu entwickelten Produkte sollen nach Darstellung der Hersteller die Diät unterstützen, sind aber oft hochverarbeitet und teuer. Diese Lifestyle Produkte verstärken letztlich nur den Trend, dass viele Menschen sich zu wenig Zeit für gesunde Ernährung nehmen und stattdessen auf Fertigprodukte zurückgreifen. [6]
Medikamente wie Ozempic und Wegovy bieten vielversprechende Möglichkeiten zur Behandlung von Adipositas und zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit. Sie reduzieren nicht nur das Gewicht, sondern können scheinbar auch das Risiko für zahlreiche Erkrankungen senken. Allerdings sind die Nebenwirkungen wie Verdauungsstörungen, potenzielle Vitaminmangelzustände und insbesondere auch die psychologischen Risiken nicht unerheblich. Zudem zeigt der Rebound-Effekt nach dem Absetzen, dass die Medikamente allein keine dauerhafte Lösung sind. Für einen langfristigen Erfolg ist -wie bei klassischen Diäten- letztlich eine Umstellung der Lebensgewohnheiten notwendig. Es ist verständlich, dass sich viele Menschen nach einer schnellen und einfachen Lösung für ihr Gewichtsproblem sehnen, aber aktuell bleibt die Frage, ob Abnehmspritzen wirklich einen nachhaltigen Wandel fördern können oder lediglich eine neue Abhängigkeit schaffen.
Stand: August 2025
[1] Semaglutide for the treatment of overweight and obesity: A review https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36254579/
[2] Real-world effectiveness of Semaglutide treatment on weight loss maintenance after weight loss in patients with obesity or overweight and Diabetes https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s40519-024-01711-2.pdf
[3] Wegovy, other weight-loss drugs scrutinized over reports of suicidal thoughts | Reuters
[4] https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_100307342/harry-wijnvoord-wuetet-gegen-influencerin-sie-sind-schuld-.html
[5] https://www.zdf.de/nachrichten/ratgeber/gesundheit/abnehmspritze-schwangerschaft-semaglutid-wegovy-ozempic-baby-100.html
[6] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wie-beeinflussen-die-neuen-abnehmpraeparate-das-einkaufsverhalten-142918/
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Neben der allgemeinen Kalorienreduktion verändert sich auch das Essverhalten: Anwender greifen seltener zu stark verarbeiteten Lebensmitteln, zuckerhaltigen Getränken oder Weißmehlprodukten und bevorzugen Obst, Blattgemüse und Wasser. Allerdings ist diese Veränderung oft eine bewusste Entscheidung, da das Verlangen nach kalorienreichen Lebensmitteln weiterhin bestehen bleibt.
In den STEP-Studien verloren Patienten mit einer wöchentlichen Dosis von 2,4 mg Semaglutid über 68 Wochen durchschnittlich ca. 15 Prozent ihres Körpergewichts. Die Placebogruppen hingegen nur 2 bis 6 Prozent. Erzielt wurden diese Ergebnisse bei Patienten mit einem Body-Mass-Index von mindestens 27 und mit begleitenden Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, Diabetes). Semaglutid verbesserte dabei neben der Gewichtsabnahme auch kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Blutdruck, Blutzucker und Lipidwerte, was das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um 13–15 Prozent senkte. [1] [2]
Die Anwendung von Abnehmspritzen ist jedoch nicht frei von Nebenwirkungen. Häufig treten Verdauungsstörungen auf, darunter Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung. Diese Symptome sind besonders zu Beginn der Anwendung ausgeprägt, lassen aber mit der Zeit meist nach. Langfristig kann die reduzierte Nahrungsaufnahme allerdings zu Mangelernährung führen, insbesondere in Bezug auf die Versorgung mit essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen. Da die Medikamente den Appetit dämpfen, können Anwender unbewusst insgesamt weniger nährstoffreiche Lebensmittel zu sich nehmen, was langfristige Gesundheitsprobleme wie Vitaminmangel oder geschwächte Knochenstruktur zur Folge haben könnte. In Studien zeigten 12 Prozent der Anwender nach einem Jahr Anzeichen von Vitamin-B12- oder Eisenmangel. [2]
Ein besonders besorgniserregender Aspekt sind hingegen die beobachteten psychologischen Nebenwirkungen. Berichte deuten darauf hin, dass einige Anwender von GLP-1-Medikamenten plötzlich mit suizidalen Gedanken oder Depressionen konfrontiert werden. [3]
Die Kosten für die Behandlung mit Semaglutidpräparaten variieren stark je nach Region, stellen allgemein aber insbesondere bei einer langfristigen Anwendung eine erhebliche finanzielle Belastung dar. In den USA werden Listenpreise im vierstelligen Bereich genannt, was die Therapie für viele unbezahlbar macht. In Dänemark hingegen liegt der Preis für eine Adipositas-Behandlung mit Semaglutid zwischen 180 und 320 Euro pro Monat. Krankenkassen übernehmen die Kosten oft nur bei medizinischer Notwendigkeit, also etwa bei Adipositas mit bereits bestehenden Begleiterkrankungen, nicht aber bei rein kosmetischen Anwendungen.
Die wachsende Popularität von Mitteln wie Ozempic hat in der Vergangenheit bereits zu erheblichen Lieferengpässen geführt, was insbesondere Diabetiker vor große Probleme stellen kann. Die zweckentfremdete Nutzung der Diabetes Medikamente als Abnehmhilfe führt dazu, dass Patienten, die auf Ozempic angewiesen sind, um ihren Blutzucker zu kontrollieren, mitunter Schwierigkeiten haben, das für sie notwendige Medikament zu beschaffen. So machte Ende des Jahres 2023 der niederländische Moderator Harry Wijnvoord in einer Diskussion der Fernsehsendung Stern TV der Influencerin Pia Wagner schwere Vorwürfe. "Weil Leute wie sie das Produkt vom Markt wegkaufen, haben Diabetiker wie ich und viele andere kein Produkt." [4]
Die immense Nachfrage nach Medikamente wie Ozempic und Wegovy hat zudem einen Schwarzmarkt für gefälschte Medikamente geschaffen. Medienberichte warnen vor gefälschten Ozempic Präparaten, die gesundheitsschädliche Substanzen enthalten können. Diese Fälschungen bergen erhebliche Risiken, da sie nicht die Qualitätskontrollen der Originalmedikamente durchlaufen. Es wurden Fälle dokumentiert, in denen Patienten nach der Anwendung gefälschter Präparate ernsthafte gesundheitliche Probleme erlitten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und nationale Behörden haben Warnungen herausgegeben, um Verbraucher zu sensibilisieren.
Ein zentrales Problem der Gewichtsreduzierung mittels Medikamenten wie Ozempic ist der sogenannte Rebound-Effekt. Studien zeigen, dass eine Therapiepause von bis zu acht Wochen den Erfolg der Gewichtsabnahme nicht wesentlich beeinträchtigt. Viele Anwender berichten jedoch von einer erneuten Gewichtszunahme nach endgültiger Beendigung der Therapie, da die Appetitdämpfung wegfällt und alte Essgewohnheiten zurückkehren. Das Medikament erleichtert die Gewichtsabnahme, indem es den Appetit reduziert und die Motivation durch schnelle Erfolge steigert, aber für den langfristigen Erfolg ist eine Änderung des Lebensstils notwendig. Die STEP-Studien zeigen, dass Patienten mit begleitender Ernährungsberatung (z. B. 1.500–1.800 kcal/Tag, reich an Gemüse und Protein) und Bewegung (150–300 Minuten/Woche) nach zwei Jahren 10–12 Prozent ihres Gewichts halten konnten, gegenüber nur 3–5 Prozent ohne Begleitmaßnahmen. Nach dem Absetzen des Medikaments ist die Kontrolle der Portionsgrößen und die Beibehaltung gesunder Essgewohnheiten entscheidend, um den Rebound-Effekt zu vermeiden.
Ein unerwarteter Nebeneffekt der Abnehmspritzen ist ihre Wirkung auf die Fruchtbarkeit. Frauen, die Semaglutid einnehmen, berichten von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden – sei es gewollt oder ungewollt. Eine Schwangerschaft während der Einnahme des Medikamentes birgt allerdings Risiken, da die Sicherheit von GLP-1-Medikamenten während der Schwangerschaft noch nicht ausreichend erforscht ist. Experten warnen davor, die Medikamente während der Schwangerschaft weiter einzunehmen, da potenzielle Auswirkungen auf das ungeborene Kind aktuell noch vollkommen unklar sind. [5]
Die weite Verbreitung der zweckentfremdeten Diabetesmedikamente und die damit einhergehende Veränderung des Essverhaltens einer nicht unerheblichen Anzahl von Konsumenten hat mittlerweile Folgen für die Lebensmittelindustrie. Anwender von Wegovy und Co reduzieren den Konsum von Fast Food, zuckerhaltigen Getränken und stark verarbeiteten Lebensmitteln, was Betreiber von Fast Food Restaurants oder Hersteller von Snacks zunehmend vor Herausforderungen stellt. Konzerne wie Nestlé reagieren, indem sie spezielle Lebensmittel für diese Zielgruppe entwickeln. Die neu entwickelten Produkte sollen nach Darstellung der Hersteller die Diät unterstützen, sind aber oft hochverarbeitet und teuer. Diese Lifestyle Produkte verstärken letztlich nur den Trend, dass viele Menschen sich zu wenig Zeit für gesunde Ernährung nehmen und stattdessen auf Fertigprodukte zurückgreifen. [6]
Medikamente wie Ozempic und Wegovy bieten vielversprechende Möglichkeiten zur Behandlung von Adipositas und zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit. Sie reduzieren nicht nur das Gewicht, sondern können scheinbar auch das Risiko für zahlreiche Erkrankungen senken. Allerdings sind die Nebenwirkungen wie Verdauungsstörungen, potenzielle Vitaminmangelzustände und insbesondere auch die psychologischen Risiken nicht unerheblich. Zudem zeigt der Rebound-Effekt nach dem Absetzen, dass die Medikamente allein keine dauerhafte Lösung sind. Für einen langfristigen Erfolg ist -wie bei klassischen Diäten- letztlich eine Umstellung der Lebensgewohnheiten notwendig. Es ist verständlich, dass sich viele Menschen nach einer schnellen und einfachen Lösung für ihr Gewichtsproblem sehnen, aber aktuell bleibt die Frage, ob Abnehmspritzen wirklich einen nachhaltigen Wandel fördern können oder lediglich eine neue Abhängigkeit schaffen.
Stand: August 2025
[1] Semaglutide for the treatment of overweight and obesity: A review https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36254579/
[2] Real-world effectiveness of Semaglutide treatment on weight loss maintenance after weight loss in patients with obesity or overweight and Diabetes https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s40519-024-01711-2.pdf
[3] Wegovy, other weight-loss drugs scrutinized over reports of suicidal thoughts | Reuters
[4] https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_100307342/harry-wijnvoord-wuetet-gegen-influencerin-sie-sind-schuld-.html
[5] https://www.zdf.de/nachrichten/ratgeber/gesundheit/abnehmspritze-schwangerschaft-semaglutid-wegovy-ozempic-baby-100.html
[6] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wie-beeinflussen-die-neuen-abnehmpraeparate-das-einkaufsverhalten-142918/
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